FOTOGRAFIE
Re: Produktaufnahmen
Autor: Michael EggertTom! Striewisch wrote:
Hi!
>>Kannst Du das anhand des konkreten Falls nochmal erläutern? An wen
>>soll Andrea noch Rechte verkaufen können außer an den
Auftraggeber?
>Zum Beispiel an andere Händler?
>Oder die Pizzabilder an andere Pizzerien?
Also ich kann mir wirklich schwerlich vorstellen, daß ein
Pizzabäcker
begeistert über den Vorschlag wäre, daß ein Konkurrent mit den
Bildern
seiner Pizza, von ihm gebacken nach dem alten Familienrezept, Werbung
machen soll - und er selbst dabei die vollen Kosten plus Lohn plus
Deine sonstigen Nebenkosten plus einen Teil der Rechte blechen muss,
während der Konkurrent die Bilder auch noch zum nur-die-Rechte-Preis
bekommt.
Scheints aber wohl zu geben, sonst würdest Du ja nicht über die
glücklichen Pizzabäcker schreiben.
Gut Nacht,
Michael.
Re: Produktaufnahmen
Autor: Wolfgang Krietsch
Re: Produktaufnahmen
Autor: Wolfgang KrietschTom! Striewisch wrote:
>Neu hier? FAQ! : http://www.drf-faq.de/ oder http://www.drffaq.de
Ersterer liefer übrigens ein "400 - Bad Request".
Bye
woffi
--
... die Sonne schien nie, es regnete den ganzen Tag, und wenn du nach 27
Stunden Arbeit den Berg wieder heraufkamst, gab dir deine Mutter ein Stück
grünes Gift und dein Vater schlug dich tot. Am nächsten Morgen
hieß es dann
wieder um halb drei aufstehen und den Berg rauf in die Fabrik. (mawa, drmm)
Re: Produktaufnahmen
Autor: Dietmar Langenohl"Antino Marx" schrieb:
> Was hat die größere Schaffenshöhe:
>
> a) Fotograf nimmt Kamera in die Hand und drückt den Auslöser.
>
> b) Dachdecker deckt ein Dach.
Passender wäre:
b) Dachdecker setzt einen Fuß auf unterste Leitersprosse.
Dietmar
--
Lord of the sixth sense,
give us back our five senses!
Re: Produktaufnahmen
Autor: Tom! Striewisch"Antino Marx" schrub:
>Nur warum macht kein anderer Handwerker außer dem Fotografen einen
solchen
>Vertrag und warum ist so mancher Kunde bereit, einen solchen beim
Fotografen
>zu akzeptieren, während er ihn bei jedem anderen Handwerker als
grotesk
>ablehnen würde.
Ganz einfach deshalb, weil der Gesetzgeber mit dem Urheberrecht so
angelegt hat.
Durch das Urheberrecht erwirbt der Fotograf mit der Schöpfung des
Lichtbildes (oder gar Lichtbildwerkes) Rechte, die er übertragen (aber
auch behalten) kann.
Und für das Übertragen kann er sich honorieren lassen.
Tom! ******
--
Digitalfotokurs / Zeche Zollverein: http://zollverein.fotolehrgang.de/
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Re: Produktaufnahmen
Autor: gerrit.brodmann@gmx.de (Gerrit Brodmann)On 10 Nov 2004 23:36:10 -0800, spam@thum.li (Oliver Thum) wrote:
>> Es steht Dir frei, dieses "schäbige Knipsbildchen"
selber aufzunehmen.
>>
>> Irgendwie habe ich das Gefühl, daß wir bald mal wieder bei
"entarteter
>> Kunst" landen...
>
>Oh Mann, Gerrit!
>
>Es steht ja wohl jedem frei, eine persönlichen Wertung von Kunst
>vorzunehmen und diese kundzutun. Darunter fällt auch
"schäbiges
>Knipsbildchen". Warum musst Du da jetzt mit (wenn auch nur indirekt
>angedeuteten) Nazivergleichen kommen? Das ist vollkommen daneben!
Ich habe keinen Nazivergleich vorgenommen, ich habe nur meine
Befürchtungen von mir gegeben. Der OP hat pauschal von
"schäbigen
Knipsbildchen" gesprochen. Der Schritt von schäbig -> Schabe ->
Ungeziefer ist nicht besonders groß und grade wenn es um Kunst geht
und solche pauschalen Abwertungen kommen riecht es schnell nach
"Inquisition" und brennenden Scheiterhaufen.
Es gibt auch viele Kunstrichtungen, mit denen ich nix anfangen kann,
trotzdem werte ich diese nicht gleich pauschal ab.
>Bitte denk mal darüber nach!
Habe ich.
Gerrit
--
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Re: Produktaufnahmen
Autor: gerrit.brodmann@gmx.de (Gerrit Brodmann)On Thu, 11 Nov 2004 12:15:43 +0100, "Antino Marx"
wrote:
>> Und? Wenn Du ein Auto mietest und es noch ne Woche länger haben
willst
>> oder mehr Kilometer fährst, wird auch noch nachkassiert, obwohl
keine
>> weitere Arbeitsleistung erbracht wird. Das Auto wurde
schließlich
>> schon gebaut und die Mietformalitäten wurden auch erledigt...
>
>Es entstehen aber weitere Kosten für den Autovermieter, z.B. Abnutzung
von
>Verschleißteilen, das ist bei einem Foto nicht so.
Trotzdem wird nicht nur diese Abnutzung berechnet. Du kannst auch
andere Dinge nehmen, die nicht so schnell verschleissen. Nimm einen
Video aus der Videothek. Da zahlst Du auch für jeden weiteren Tag
Nutzung.
>> >Beispiel Dachdecker:
>>
>> Ein Dachdecker stellt nicht sein geistiges Eigentum zur Verfügung
>
>Warum Deiner Meinung nach nicht.
Weil dem nicht so ist. Er arbeitet streng nach Vorschrift, ein Dach
sieht aus wie das andere. Wenn er allerdings eine komplett neue Art
der Dachdeckerei nutzt, wäre diese evtl auch Schützenswert.
Z.B. wenn einer auf einem Haus mit farbigen Ziegeln Bilder erstellt.
Ansonsten hat er keine kreative Eigenleistung. Er bekommt die fertigen
Pläne, wie es auszusehen hat und das war es.
>Was hat die größere Schaffenshöhe:
>
>a) Fotograf nimmt Kamera in die Hand und drückt den Auslöser.
Mit dem Drücken das Auslösers ist es ja nicht getan. Es wird die
Kamera eingestellt, der Ausschnitt bestimmt, die Modelle platziert,
etc...
>b) Dachdecker deckt ein Dach.
>
>Ich denke, es kommt auf die Details an, das Urheberecht schützt
automatisch
>den Fotografen und den Dachdecker in fast 100% aller Fälle nicht, das
kann
>nicht richtig sein.
Ist es aber, da der Dachdecker nur nach Plan im Auftrag arbeitet. Ihm
wird vorher genau gesagt wie das Dach auszusehen hat. Geistige
Eigenleistung -> Null
und das ist der Knackpunkt
Gerrit
--
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Re: Produktaufnahmen
Autor: "Antino Marx"Gerrit Brodmann schrieb:
> Trotzdem wird nicht nur diese Abnutzung berechnet. Du kannst auch
> andere Dinge nehmen, die nicht so schnell verschleissen. Nimm einen
> Video aus der Videothek. Da zahlst Du auch für jeden weiteren Tag
> Nutzung.
Dieses ist aber nicht im Kundenauftrag entstanden, das ist der Punkt um den
es geht.
> >> Ein Dachdecker stellt nicht sein geistiges Eigentum zur
Verfügung
> >
> >Warum Deiner Meinung nach nicht.
[...]
> Ansonsten hat er keine kreative Eigenleistung. Er bekommt die fertigen
> Pläne, wie es auszusehen hat und das war es.
Er bekommt oft nur Maßangaben und kaum mehr.
Und ein handwerklich arbeitender Fotograf bekommt oft auch ganz genaue
Vorgaben vom Auftraggeber wie das Foto auszusehen hat.
Ich mag bei beiden handwerklichen Leistungen allgemein betrachtet keinen so
großen Unterschied sehen, der für den einen Handwerker ein
zusätzliches
Nutzungsentgeld rechtfertigen würde.
> Ist es aber, da der Dachdecker nur nach Plan im Auftrag arbeitet. Ihm
> wird vorher genau gesagt wie das Dach auszusehen hat. Geistige
> Eigenleistung -> Null
Ebensolches kann man je nach Vorgaben auch für den Fotograf als Handwerker
behaupten.
> und das ist der Knackpunkt
Genau.
Grüße
A.M.
Re: Produktaufnahmen
Autor: Ralf NoehmerGerrit Brodmann kloppte in die Tasten:
>>Tolle Geschichte. So richtig aus dem Leben gegriffen. Sowas
>>erlebe ich *jeden* Tag.
>
>Ist Dir auch schon aufgefallen, daß die Idioten immer mehr werden?
>Frag mal Maria nach den Klausuren der 9. Klasse, da siehst Du, daß es
>noch schlimmer wird in der Zukunft
Mein Sohn kam Mittwoch mit einer "Eins" in Mathe nach Hause (7.
Klasse). Ich würde das also nicht so verallgemeinern. ;-)
Nette Grüße
Ralf I.
* * * * * *
--
Ständiges Versagen ist auch eine Form der Zuverlässigkeit.